Metabolismus

Über 20 Prozent der deutschen Bevölkerung sind von metabolischen Störungen wie Adipositas, Fettstoffwechselstörungen und Typ-2-Diabetes betroffen, die das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und Herzinsuffizienz erhöhen. Trotz neuer Medikamente bleibt das Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen hoch, was zeigt, dass die zugrunde liegenden Mechanismen noch nicht ausreichend verstanden oder behandelt werden können.

Daher ist weitere Forschung notwendig, um eine Präzisionsmedizin in Diagnostik und Therapie dieser Erkrankungen zu entwickeln. Der CCM ABCD konzentriert sich auf die Untersuchung moderner Therapieansätze wie SGLT2-Inhibitoren und GLP-1-Rezeptor-Agonisten, die neben ihrer blutzuckersenkenden Wirkung auch schützende Effekte auf Herz, Gefäße, Nieren und Leber haben.

Die frühzeitige Identifizierung der Patienten, die besonders von diesen Therapien profitieren, ist entscheidend. Inkretinhormone wie GLP-1 (Glucagon-Like Peptide-1) und GIP (Gastric Inhibitory Polypeptide) könnten als neue Biomarker zur besseren Risikostratifizierung dienen. Zudem wird intensiv an der Identifikation der Übergänge von Gesundheit zu Krankheit im Kontext metabolischer Störungen geforscht.

Diese Forschung ist in verschiedene nationale und internationale Initiativen eingebettet und führte zum Bau eines Forschungsgebäudes zur Untersuchung von CARdio-DIabetes (CARDDIAB). Ziel des CCM ABCD ist es, die Versorgung von Patienten mit metabolischen Störungen zu verbessern, das Risiko kardiovaskulärer Komplikationen zu reduzieren und die Lebensqualität dieser Patienten zu erhöhen.